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Der dynamische über 50-jährige nutzt heutzutage immer intensiver das Internet. Die Bezeichnung „Jugendkult“ trifft hier schon lange nicht mehr zu. Eigens auf die Altersgruppe abgestimmte Portale sprießen aus dem Netz und auch das Web 2.0 gilt nicht mehr länger als Fremdwort.

Änderung des Lebensstils

Die Baby Boomer, oder auch „Nachkriegsgeneration“ genannt, zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie mitten im Leben stehen, selbstbewusst sind und nach Selbstverwirklichung streben. Im Gegensatz zu den prüden 1950er Jahren waren die 1960er von Freiheit, freier Liebe und Frieden geprägt. Der Freiheitsgedanke spiegelt sich nach wie vor in dieser Gruppe wieder. Das Internet bietet Autonomie, die Möglichkeit weltweit eine Stimme zu haben, sich zu informieren, ein Teil des globalen ‚Dorfes‘ zu sein. So wird “gegoogelt” , auf eBay ver- und gekauft und auf Facebook gepostet. „Seitdem ich in Pension bin, male ich wieder. Ich stelle im In- und Ausland aus und nutze ‚Facebook‘, um meine Bilder zu veröffentlichen.“ , so Eva S. aus Wien.

50 plus Portale

Einige Online Unternehmen meinen das Potential der Zielgruppe erkannt zu haben. Plattformen für die Zielgruppe „50 plus“ sind zum Beispiel: ab5zig.at, feierabend.de und webheimat.de. Themen wie Gesundheit, Freizeit und der Aufbau einer Community sind vorrangig. Solche Plattformen werden von jungen 50ern allerdings gemieden, ähneln diese doch einem ‚Ghetto‘-Produkt. Sie fühlen sich jung und aktiv und möchten daher nicht als alt deklariert werden. Das Interesse an ‚jungen‘ Portalen wie Facebook & Co steigt.

Web.2.0 ist kein Fremdwort

Laut Studien wächst Facebook sowohl im Segment der jüngeren als auch der älteren Altersgruppe. Die Gruppe der jüngeren Personen (13-24) ist allerdings nach wie vor 5 mal größer als die der über 45jährigen. Getwittert wird vor allem ab 30 und auch Berufsnetzwerke wie „LinkedIn“ und „Xing“ werden vornehmlich von älteren Usern geschätzt. „Mit Kindern und Enkeln mithalten“, so heißt es. Einer der größten Vorteile des „Web 2.0“ ist sicherlich der, dass man trotz räumlicher Distanzen miteinander verbunden sein kann. Vor allem je älter man wird, desto verstreuter sind die Kontakte: die Kinder ziehen weg, die Freunde verlassen die Ortschaft und/oder man selbst verlässt die heimatlichen Gefilde. „Da mein Sohn im Ausland lebt, ist es mir nicht möglich, ihn ständig zu besuchen. Aber ich skype oft mit ihm und über ‚Facebook‘ sehe ich auch Fotos von meinen Enkeln”, meint Andreas M. aus Wien. „Ich bin in Ungarn aufgewachsen und nach Österreich gezogen. Durch die Verbreitung von ‚Facebook‘ ist es mir gelungen, ehemalige Schulkollegen, die unter anderem auch weggezogen sind, wiederzufinden“, erzählt Maria K. Es bleibt abzuwarten, wie lange die Vorherrschaft der Jugend im „Web 2.0“ andauern wird. Bis dahin werden „50plus-Portale“, die aufgrund von Konkurrenten wie „Facebook“ und „Twitter“  zu überleben versuchen, existieren.

Links:

ab5zig.at

feierabend.de

webheimat.de

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