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34,3 Prozent, also mehr als ein Drittel aller österreichischen Journalistinnen und Journalisten nutzen beruflich mindestens einmal die Woche Online-Videos. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Online-Umfrage, die APA-Originaltext-Service (OTS) und Marketagent.com durchgeführt haben. Die Studie, an der 324 Personen teilnahmen, zeigt außerdem, dass Bewegtbilder zur Recherche, aber auch häufig zur direkten Weiterverwendung im eigenen Medium verwendet werden.

Videos sind bei den Medien vor allem deshalb begehrt, weil die bewegten Bilder und die transportierten Emotionen mehr Aufmerksamkeit hervorrufen und mehrere Sinne bei den Zusehern ansprechen. Die offenen Videoplattformen YouTube und Google sind dabei die am häufigsten genutzten Plattformen zur Videorecherche bei den Medienmacherinnen und -machern, APA-OTS folgt auf Platz drei. Am wichtigsten ist dabei für die Befragten die kostenlose Verfügbarkeit und Aktualität, danach kommen Videoqualität und Dauer (nicht zu lange). Als störend werden die fehlende Übersichtlichkeit und Durchsuchbarkeit von Videos empfunden, was jedoch durch Beschlagwortung und mehr Infos zu den Video-Inhalten verbessert werden kann.

Die Journalistinnen und Journalisten nutzen die Online-Videos hauptsächlich zur Recherche, ein Viertel nutzt das Material aber auch direkt für das eigene Online-Medium und 14 Prozent binden die Videos als Web-TV ein. Dabei wird am öftesten auf Videomaterial direkt aus Unternehmen, also PR-Videos und Material von Unternehmenswebsites, zurückgegriffen, gefolgt von Nachrichtenagenturen.

Journalisten auch selbst im Social Web aktiv

Der Großteil der Journalistinnen und Journalisten nutzt beruflich Wikis (79,3 Prozent) und Social-Media-Plattformen (59,3 Prozent). Bei den Social Networks sind Facebook, Xing und Twitter die Favoriten. Je nach Rechercheziel werden unterschiedliche Plattformen genutzt: Weblogs sind beliebt, um Trends ausfindig zu machen. Für Zusatzinformationen werden am häufigsten Wikis und Online-Foren konsultiert, zur Beobachtung von Themen Social Media. So gut wie alle Befragten geben an, dass sie den Wahrheitsgehalt der Inhalte im Web 2.0 noch überprüfen, wobei Wikis die höchste Glaubwürdigkeit genießen. Generell sehen zwei Drittel das Web 2.0 als Bereicherung für die journalistische Arbeit, für knapp zehn Prozent stellt es eine Bedrohung dar.

Multimediale PR – Wandel in der Kommunikation

Die Initiatorin der Umfrage, Karin Thiller, Geschäftsführerin von APA-OTS, erklärt: „Wir passen unsere Services und Plattformen laufend an die sich ändernden Bedürfnisse der Empfänger und der Branchen an. Die Studie hilft uns, den journalistischen Alltag noch besser zu verstehen und bestätigt auch unsere bestehenden Dienste für multimediale PR.“

„Die vorliegende Studie zeigt sehr schön auf, dass auch bei den Journalisten ein nachhaltiger Wandel im Kommunikations- und Informationsverhalten stattgefunden hat. So greifen schon heute Wikis, Social Media-Websites und Online-Videos tief in die tägliche Arbeit der Redaktion ein und verändern gewohnte Strukturen”, resümiert Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com.

Foto: Austria Presse Agentur (APA)

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