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16. Juni, 2010 | laura.sabetzer


„Journalismus kann man nicht lernen“. Mit solchen Sätzen wird ein Journalismus- oder Publizistikstudent bereits zu Beginn seines Studiums, seines Lehrganges oder einer Lehrredaktion konfrontiert. Journalismus ist ein klassisches Beispiel für „Learning by doing“. Dabei können Freie Medien eine gute Einstiegsmöglichkeit in den Journalismusberuf bieten.

Journalist „wird“ man nicht wie Tischler oder Arzt. Es gibt keine Lehre oder Berufsausbildung im klassischen Sinn. Dennoch gibt es Lehrgänge und Universitätsstudien, welche die Grundlage für den späteren Traumberuf  legen können. Ein Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, oder die Journalismusausbildung an der FH sind dabei nur eine von vielen Möglichkeiten. Auch Universitätslehrgänge und Kurse für Journalistenausbildung sind gefragt.

„Learning by doing“ bedeutet aber keineswegs, dass es keine Vorraussetzungen für diesen Beruf gibt. Die meisten Medienunternehmen verlangen zumindest Matura, ein abgeschlossenes Studium ist ebenso von Vorteil.
Ferialpraktika und Volontariate sind der häufigste Einstieg in die Arbeitswelt. Mit Können und etwas Glück folgt danach die Berufung als freier Mitarbeiter und vielleicht darauf die ersehnte Anstellung.

Berufseinstieg

Österreich bietet aber, mit seiner eher kleinen Medienlandschaft, nicht gerade viele Möglichkeiten in den Beruf rein zu schnuppern. Gerade die großen Medienhäuser und der ehemalige Monopolsender ORF sind die ersten Bewerbungsziele für viele angehende JungjournalistInnen. Dabei ist ein Praktikum bei einer Fachzeitschrift oder einem Freien Medium oftmals viel leichter zu erhalten. In den letzten Jahren hat sich jedoch durch die Konstituierung diverser Online- und Freien Medien eine neue Tür zum Berufseinstieg geöffnet. Ohne gute Kontakte ist es bei großen Zeitungen meist kompliziert ein Volontariat oder Praktikum zu erhalten, bzw. schwierig sich gegen andere Bewerber durchzusetzen. Kleine Medien sind häufig offener, Verstärkung für ihr Team zu holen.

Kleine, freie Medien(häuser) sind eine der besten Möglichkeiten, sich auf den Beruf JournalistIn vorzubereiten. Bei Zeitungen oder Fernsehsendern mit großer Mitarbeiterzahl geht das kreative Potenzial oftmals verloren, während man bei Freien Medien, die meist aus einem kleineren Team bestehen, auch ein Mitspracherecht erhält. Gestaltungsfreiheit und Kreativität können hier meist weitreichend entfaltet werden. Die Partizipation stellt ebenfalls ein wichtiges Merkmal der Freien Medien dar. “Jeder und Jede der/die motiviert ist im Medien- und Kulturbereich zu arbeiten ist willkommen. Bei uns kann man sich bei der Erstellung journalistischer Texte über Fotografie, grafische Gestaltung, Akquise bis hin zur Mitarbeit unserer Event-Reihe engagieren”, so Daniel Friesenecker, Herausgeber der Medien- und Kulturplattform junQ.at. Aufgrund der verschiedenen Projekte gibt es vielfältige Möglichkeiten sich einzusetzen. “Wir sind immer auf der Suche nach jungen Leuten, die motiviert sind, die in irgendeiner Form etwas her zu zeigen haben. Diese finden dann bei uns eine Plattform auf der sie ihre Texte,  Fotos, Musik, Videos – ihre Kunst – präsentieren können”, kommentiert Reiner Kapeller von “Das Denkfabrikat” die “Einstiegschance Freie Medien”. Kleine Medienunternehmen und Freie Medien sind demnach, neben einem Praktikum, eine weitere Möglichkeit, dem Traumberuf JournalistIn einen Schritt näher zu kommen.

Links zur Journalismusausbildung: (Kein Anspruch auf Vollständigkeit!)

Weitere Links:

Foto: DRB62 Lizenz: BY-SA 2.0


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5 Kommentare »

  1. Der Link zu http://www.denkfabrikat.net funktioniert oben im Text nicht.

    Und ja – wir sind ständig auf der Suche nach neuen Bloggern :) Interessierte melden sich bitte unter info[ät]denkfabrikat.net

    Kommentar by Stefan — Juni 22, 2010 @ 11:30 am

  2. Wientv.org bietet Interessierten die Chance als eigenverantwortlicher Redakteur/-in Beiträge zu gestalten und diese zu veröffentlichen. Es besteht auch die Möglichkeit als Moderator(-in) in der wöchentlichen Nachrichtensendung mit zu arbeiten.

    Interessierte können sich auf der webseite http://wientv.org/ informieren oder senden eine E-mail an redaktion@wientv.org.

    Kommentar by wientv.org — Juni 22, 2010 @ 11:46 am

  3. Wir sind eine sehr engagierte und motiviere Politik- und Wahlplattform: http://neuwal.com. Wir berichten über Wahlen, politisches Geschehen in Österreich, interviewen Politiker, interessante Persönlichkeiten und schreiben jede Menge eigener Kommentare zu aktuellen Ereignissen.

    neuwal ist ein Verein zur Förderung der politischen Bildung, ist sehr gut vernetzt und freut sich über eine große Anzahl von LeserInnen jeden Tag.

    Wir freuen uns, motiviereten und interessierten Menschen die Möglichkeit zur Mitgestaltung zu geben. Es gibt unendlichen kreativen Spielraum im digitalen Bereich (Print, Podcast, Videocast, etc.).

    Freue mich über eure Ideen und Beiträge (dieter@sugarmelon.com) – Dieter

    Kommentar by Dieter Zirnig — Juni 23, 2010 @ 2:27 pm

  4. Das Online-Magazin Kulturwoche.at sucht Redakteur/innen mit Interesse an Kunst und Kultur für Berichte, Interviews, Rezensionen, Podcasts, Vodcasts in den Bereichen Bildende Kunst, Film, Kabarett, Musik, Literatur, Tanz und Theater.

    Kommentar by Manfred Horak — Juni 30, 2010 @ 5:48 pm

  5. Zwei interessante Bücher zum Thema:

    Mast, Claudia: “Berufsziel Journalismus”, 2000, 2. überarb. Auflage, Westdeutscher Verlag.

    Richter, Björn (Hg.): “Fuß fassen: Wege in den Journalismus, 2007, 3. überarb. Auflage, UVK.

    Kommentar by Laura Sabetzer — Juli 5, 2010 @ 8:43 am

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