Das neue ORF-Gesetz ist beschlossen, der mediale Diskurs rund um die strittige Thematik ebbt langsam ab und die Zukunft der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt scheint in finanzieller Hinsicht für die nächsten Jahre gesichert zu sein. Mit dem aktuellen Public Value Bericht 2009/2010 sowie der Onlinepräsenz zukunft.orf.at dokumentiert der Sender nun erneut seine inhaltlichen Leistungen.

Ich hatte vor kurzem das Vergnügen mit Peter Krotky, dem Online-Chef der Presse, über die sich verändernde Medienbranche und Finanzierungsmodelle zu sprechen. Dabei wurde mir klar, die Medienbranche hat ihre Krise nicht alleinverschuldet. Ein Versuch einer Einführung in eine spannende Diskussion. Ich darf einleitend aus dem Interview mit Peter Krotky zitieren, bevor ich den Versuch wage, die Ursprünge der Medienrevolution aufzuspüren:

Nicht direkt vermittelbar, uninteressant, zu weit weg – mit Vorurteilen dieser Art werden Themen, welche die Europäische Union betreffen, oftmals als untauglich für heimische Medien eingestuft. Ein derzeit in den oberösterreichischen Freien Radios laufendes Gemeinschaftsprojekt verfolgt nun einen anderen Ansatz.

Viele Printjournalisten pflegen einen skeptischen Umgang mit dem Web 2.0, doch es gibt auch jene, die sich aus dem virtuellen Fenster lehnen, um Blogger zu werden. Ihr Leistungsspektrum reicht weit über die klassischen Arbeitsmethoden hinaus, da im Web andere Regeln herrschen. Hypertexte, Interaktivität oder Multimedialität sind nur einige der Herausforderungen.

Karlheinz Kopf ist Klubobmann und Mediensprecher des Parlamentsklubs der ÖVP. Mit dem Medienjournal spricht er unter anderem über die Veränderungen in der österreichischen Medienlandschaft, Geldspritzen für kommerzielle Medien und die Vergebührung von Medieninhalten.

Frank Schirrmachers Buch „Payback“ stellt sich die Frage: „Beherrschen wir die Computer, oder beherrschen die Computer uns?“ Trotz des starken Untertitels Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen darf man sich vom Autor keine Lösung erwarten.

„Journalismus kann man nicht lernen“. Mit solchen Sätzen wird ein Journalismus- oder Publizistikstudent bereits zu Beginn seines Studiums, seines Lehrganges oder einer Lehrredaktion konfrontiert. Journalismus ist ein klassisches Beispiel für „Learning by doing“. Dabei können Freie Medien eine gute Einstiegsmöglichkeit in den Journalismusberuf bieten.
Franz C. Bauer, der Präsident der Journalistengewerkschaft, wurde im März 2010 zum Präsidenten des neu gegründeten Presserates gewählt. Im Interview mit dem Medienjournal gibt er Auskunft über Ziele, Aufgaben und Strukturen dieser Einrichtung.

Das Medienjournal traf sich mit den Web 2.0-Experten Judith Denkmayr und Gerald Bäck, um gemeinsam über das mangelnde Vertrauen in “Soziale Medien”, deren Mehrwert und über künftige Entwicklungen zu sprechen. Ihre Agentur Digital Affairs bietet strategische Beratung für Unternehmen beim Aufbau von nachhaltigen Kommunikationskanälen an.

Die Fußball–Weltmeisterschaft ist eine Hochsaison nicht nur für Fußballmannschaften und Fans, sondern auch für die, die darüber berichten.