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20. Oktober, 2010 | victoria.zedlacher


Zum zweiten Mal veranstaltete der Österreichische Medienverband den Tag der Freien Medien und lud dazu am 15. Oktober ins Museumsquartier in Wien. An die 20 Vertreter von Print- und Onlinemedien präsentierten bei der Medienmesse ihre Werke. Rund 250 Personen informierten sich über Freie Medien. Ziel des Tages der Freien Medien war, Freie Print- & Onlinemedien ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.

Digitalks eröffnete mit einem Workshop und bot einen Einblick in die digitalen sozialen Medien und die Veränderungen der Medienbranche. Im Anschluss an die Medienmesse präsentierten sich die Medien ‘on Stage’.

Hier ein Auszug der Hydra-Präsentation:

Offener Brief und Kritik

Einen Tag zuvor erreichte den Medienverband ein offener Brief, der unter anderem den Veranstaltungsort, die politische Ausrichtung des Medienverbandes und die Podiumsbesetzung kritisierte. Der Hauptkritikpunkt – die Definition Freier Medien – wurde schließlich am Podium unter dem Thema “ProduzentInnen brauchen keine Sender” aufgegriffen. Besonders Martin Blumenau (FM4), bekannter Kritiker Freier Medien, betonte die Misslichkeit der ungenauen Definition und würde es auch “noch ein 30tes mal sagen”, dass eine klare Definition her muss um in Zukunft überhaupt weiteragieren zu können. Auch Peter Krotky (Die Presse) war sich nicht ganz sicher wie er den Begriff Freie Medien einordnen solle, halte diese aber für einen wichtigen Recruitierungspool der kommerziellen, großen Medien.
Der Medienstaatssekretär Ostermayer sagte seine Beteiligung kurz vor Beginn der Veranstaltung ab – er wurde zu Budgetverhandlungen gerufen. Den freien Platz am Podium nahm schließlich die Geschäftsführerin der Freien Radios, Michaela Adelberger, ein. Sie betonte dabei, dass das Wort “frei” im Sinne der Freien Radios für die Möglichkeit steht, Menschen, die sonst nicht gehört werden, eine Stimme zu geben.

Michaela Wein (mokant.at) und Martin Aschauer (ÖMVB) waren sich sehr wohl darüber im einigen, dass es Freie Medien gibt und diese auch eine  Interessensvertretung brauchen, mussten aber eingestehen, dass am Podium kein Konsens gefunden werden konnte.

Starke Interessensvertretung wird gebraucht

Doch ob man die Medien nun als frei, unabhängig, nicht-kommerziell bezeichnet, ob es sich um Special-Interest oder Klein- und Kleinstmedien handelt, die Produzenten waren sich einig: es ist wichtig eine Vielfalt am österreichischen Medienmarkt zu garantieren.

Unter dem Titel Freien Medien braucht das Land hat WienTV.org einen kurzen Beitrag vor Ort gedreht:

In der Antwort auf den offenen Brief kommentiert der Medienverband außerdem: “Die Probleme der Medien, welche der Medienverband vertritt, sind real. Und dass es eine starke Interessensvertretung braucht, welche versucht, vereint diesen Problemen zu begegnen, ist unumstritten.”

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1 Kommentar »

  1. [...] dem zweiten Tag der Freien Medien organisierte Digitalks einen Einführungswokshop zu “Social Media”. Nach meinen [...]

    Pingback by Sabrina Hanneman “Kommunikation in Social Media” und der Tag der Freien Medien » Beitrag » Digitalks - Medienkompetenz für Menschen über 26 — Oktober 23, 2010 @ 8:57 pm

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